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Sufi-Meditation (islamisch) - Innere Leere von Vedhan Sri


Die Sufi-Meditation, auch bekannt als islamische Meditation, ist eine spirituelle Praxis, die im Sufismus, dem mystischen Ableger des Islam, ihren Ursprung hat. Man kann den Sufismus als die Antwort des Islam auf die Mystik betrachten. Er besteht aus einer Vielzahl von Praktiken und Methoden, die alle auf das Endziel ausgerichtet sind, Aufklärung auf spiritueller Ebene sowie Selbstverwirklichung und Einssein mit dem Göttlichen zu erreichen. In der Sufi-Meditation werden Aspekte des Bewusstseins, der Kontemplation und der Hingabe kombiniert, und die Praxis wird häufig von Chanten, Übungen, die sich auf den Atem konzentrieren, und körperlichen Bewegungen begleitet.


In der Sufi-Tradition wird die Meditation mit der Absicht praktiziert, über das eigene endliche Ego hinauszugehen und eine direkte Verbindung mit dem Göttlichen herzustellen. Das Ziel dieser Praxis ist es, die Praktizierenden näher zu Gott zu bringen und ihnen zu helfen, einen Zustand der spirituellen Aufklärung zu erreichen, der maqam al-Ihsan genannt wird, was wörtlich übersetzt "die Station der Exzellenz" bedeutet.


"Dhikr", was wörtlich übersetzt "Erinnerung an Gott" bedeutet, ist eine häufige Art der Meditation, die von Sufis praktiziert wird. Die Wiederholung der Namen oder Eigenschaften Gottes, wie "Allah" oder "SubhanAllah" (Ehre sei Gott), ist ein wichtiger Teil der Dhikr-Praxis, die still oder laut ausgeführt werden kann. Dhikr wird mit der Absicht praktiziert, sich auf die Präsenz des Göttlichen zu konzentrieren und die eigene Fähigkeit zum spirituellen Bewusstsein zu entwickeln.



Eine andere Art der Meditation, die von Sufis praktiziert wird, heißt "muraqaba", was wörtlich übersetzt " in Versenkung sitzen" bedeutet. Die Muraqaba-Praktizierenden sitzen an einem ruhigen und abgeschiedenen Ort, schließen die Augen und richten ihren Blick nach innen, während sie die Praxis ausüben. Das Aufrechterhalten eines Zustandes der Achtsamkeit, während man die eigenen Gedanken, Gefühle und inneren Empfindungen beobachtet, ist der Hauptfokus dieser Praxis. Der Zweck dieser Übung ist es, ein größeres Gefühl der Präsenz sowie eine tiefere Ebene des spirituellen Bewusstseins zu entwickeln.


Die Meditation in der Sufi-Tradition beinhaltet manchmal eine Form von körperlicher Bewegung oder Übung, wie z. B. Wirbeln oder Tanzen. Diese Bewegungen werden häufig in rhythmischer Weise ausgeführt, manchmal in Begleitung von Musik oder Gesang. Das Ziel dieser Praktiken ist es, einen tranceähnlichen Zustand der Absorption zu erreichen, in dem der Praktizierende jedes Gefühl für ein separates Selbst verliert und sich völlig in die Gegenwart des Göttlichen vertieft.


Es ist wichtig, sich vor Augen zu halten, dass die Praxis der Sufi-Meditation nicht auf eine bestimmte Methode oder einen bestimmten Ansatz beschränkt ist. Es ist möglich, dass verschiedene Sufi-Organisationen und Lehrer einen Schwerpunkt auf bestimmte Praktiken legen, und es ist auch möglich, dass einzelne Praktizierende verschiedene Techniken entdecken, die sie ansprechen. Die Reinigung auf spiritueller Ebene, das Transzendieren der eigenen Begrenzungen und eine engere Verbindung mit Gott sind die Ziele, die letztlich angestrebt werden sollten.


Die Meditation ist ein wichtiger Teil der spirituellen Reise im Sufismus und ergänzt andere Praktiken wie das Studium, die Hingabe und den Dienst an anderen. Die Sufi-Meditation ist ein wesentlicher Bestandteil des spirituellen Weges. Es wird behauptet, dass sie zu einer Transformation auf spiritueller Ebene führt, sowie zu innerer Ruhe und einem tiefen Gefühl des Einsseins mit dem Göttlichen.



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